Samstag, 30. April 2016
Frank Viehweg
MEINST DU, DIE RUSSEN WOLLEN KRIEG?
Für Mark Bernes
Für Mark Bernes
Meinst du, die Russen wollen Krieg?
Befrag die Stille, die da schwieg
im weiten Feld, im Pappelhain,
Befrag die Birken an dem Rain.
Dort, wo er liegt in seinem Grab,
den russischen Soldaten frag!
Sein Sohn dir drauf die Antwort gibt:
Meinst du, die Russen wollen Krieg?
Befrag die Stille, die da schwieg
im weiten Feld, im Pappelhain,
Befrag die Birken an dem Rain.
Dort, wo er liegt in seinem Grab,
den russischen Soldaten frag!
Sein Sohn dir drauf die Antwort gibt:
Meinst du, die Russen wollen Krieg?
Nicht nur fürs eig’ne Vaterland
fiel der Soldat im Weltenbrand.
Nein, daß auf Erden jedermann
in Ruhe schlafen gehen kann.
Holt euch bei jenem Kämpfer Rat,
der siegend an die Elbe trat,
was tief in unsren Herzen blieb:
Meinst du, die Russen wollen Krieg?
fiel der Soldat im Weltenbrand.
Nein, daß auf Erden jedermann
in Ruhe schlafen gehen kann.
Holt euch bei jenem Kämpfer Rat,
der siegend an die Elbe trat,
was tief in unsren Herzen blieb:
Meinst du, die Russen wollen Krieg?
Der Kampf hat uns nicht schwach gesehn,
doch nie mehr möge es geschehn,
daß Menschenblut, so rot und heiß,
die Erde tränkt als bittrer Preis.
Ich seh das Haar der Mütter grau,
befrag doch bitte meine Frau.
Dann weißt du wo die Antwort liegt:
Meinst du, die Russen wollen Krieg?
doch nie mehr möge es geschehn,
daß Menschenblut, so rot und heiß,
die Erde tränkt als bittrer Preis.
Ich seh das Haar der Mütter grau,
befrag doch bitte meine Frau.
Dann weißt du wo die Antwort liegt:
Meinst du, die Russen wollen Krieg?
Jewgeni Jewtuschenko
dt: Siegfried Siemund
dt: Siegfried Siemund
Donnerstag, 28. April 2016
Samstag, 23. April 2016
Freitag, 22. April 2016
Donnerstag, 21. April 2016
Dienstag, 19. April 2016
Montag, 18. April 2016
Sonntag, 17. April 2016
Samstag, 16. April 2016
Anonymous
Mitten in Deutschland: 70 illegal ins Land geschleppte Asylanten gründen Außenstelle des Islamischen Staates in Brandenburg – Großrazzia gegen Salafisten in Bremen! Salafisten in Bremen, die sich dem Islamischen Staat angeschlossen haben, wurden in den frühen Morgenstunden Ziel eines großangelegten Einsatzes von Spezialeinheiten. Zugleich bestätigt der Brandenburger Verfassungsschutzchef, dass sich im Umkreis von Berlin eine 70-köpfige Gruppe von Asylbewerbern aus Tschetschenien organisiert hat, die dem Islamischen Staat die Treue geschworen haben.
von Stefan Schubert / KOPP Online Salafisten in Bremen, die sich dem Islamischen Staat angeschlossen haben, wurden in den frühen Morgenstunden Ziel eines großangelegten Einsatzes von Spezialeinheiten. Zugleich bestätigt der Brandenburger Verfassungsschutzchef, dass sich im Umkreis von Berlin eine 70-köpfige Gruppe von Asylbewerbern aus Tschetschenien organisiert hat, die dem Islamischen Staat die Treue geschworen haben. Was die beiden Fälle aus Bremen und Brandenburg gemeinsam haben, sind ihre Verbindungen zum Islamischen Staat im Irak und in Syrien und dass sie Flüchtlingsunterkünfte als Hauptrekrutierungsbasis nutzen. In Bremen wurden zehn Privatwohnungen gestürmt und Unterlagen beschlagnahmt, auch eine Hinterhof-Moschee im Stadtteil Walle wurde durchsucht. Nach Widerstandshandlungen wurde ein Mann festgenommen. Die Islamisten hatten sich im »Islamischen Förderverein Bremen e. V.« zusammengeschlossen. Laut Behörden soll es sich dabei um eine Nachfolgeorganisation des bereits zuvor verbotenen salafistischen Vereins »Kultur- und Familienverein (KuF)« handeln. Dieser Verein betrieb eine Moschee in Bremen-Gröpelingen, die offiziell Koran- und Arabischunterricht anbot, doch in Behördenkreisen als Rekrutierungsort für Kämpfer des Islamischen Staates galt. Der kleine Stadtstaat gilt als eine Hochburg des Salafismus in Deutschland, bis jetzt sind den Bremer Behörden 360 Anhänger namentlich bekannt. Jeder Bremer, der sich der Terrormiliz anschloss und zum Morden nach Syrien geschleust wurde, hat zuvor die vereinseigene Moschee besucht. 70 Asylbewerber gründen Außenstelle des Islamischen Staates in Brandenburg Noch besorgniserregender sind die Nachrichten aus Brandenburg, dort hat der Brandenburger Verfassungsschutzchef Carlo Weber erstmalig bestätigt, dass sich 70 Islamisten der Terrormiliz angeschlossen haben. Gleichzeitig hisste der Behördenchef die weiße Fahne vor der konkreten terroristischen Bedrohung, da weder die Polizei noch der Verfassungsschutz personell und technisch in der Lage sind, diese Gruppe angemessen zu überwachen. So würden innerhalb des Verfassungsschutzes nur 90 Beamte zur Verfügung stehen, die darüber hinaus weder in der Lage sind, Skype-Gespräche übers Internet abzufangen noch Whats-App-Meldungen mitzulesen. Politisch zu verantworten hat diesen sicherheitspolitischen Offenbarungseid eine Regierungskoalition aus SPD und Linke. In der Nähe von Berlin, mit Hunderten möglichen Anschlagszielen, konnte diese tschetschenische Gruppe offenbar ungehindert in Flüchtlingsunterkünften ihre dschihadistische Rekrutierung durchführen, so dass sie innerhalb kürzester Zeit auf bis zu 70 Männer anwuchs. Viele der in Brandenburg als Asylbewerber Lebenden waren den Behörden bereits als radikal-islamistische Salafisten bekannt, aber durch ihren vollzogenen Anschluss an die Terrormiliz und den Treueid auf Terrorchef Abu Bakr al-Baghdadi stellt dies nun eine extrem gefährliche Eskalation dar. Aufgrund der finanziellen Möglichkeiten des IS, seinem Waffenarsenal und seinen militärisch geschulten Kämpfern, dürfte die Terrorgefahr für den Großraum Berlin eine neue Stufe erreicht haben. Während Politik und Mainstreammedien schweigen, haben die Tschetschenen Fakten geschaffen und die erste Außenstelle des Islamischen Staates auf deutschem Boden gegründet. Beitrag im Original erschienen unter: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/.. |
Donnerstag, 14. April 2016
Mittwoch, 13. April 2016
Dienstag, 12. April 2016
Frank Viehweg
Lesenswerter Artikel aus dem ND:
IM BÄLLEBAD DES ZYNIKERS
Der Fall Böhmermann: Wie pubertäres Gemotze zum Inbegriff von Freiheitsrechten hochgejubelt wird
Der Fall Böhmermann: Wie pubertäres Gemotze zum Inbegriff von Freiheitsrechten hochgejubelt wird
Große Worte werden herumgereicht: Meinungsfreiheit. Kunstfreiheit. Satirefreiheit. Das alles ist so langweilig, weil Böhmermanns Kalkül gar nicht durchsichtiger sein kann: Provokation um jeden Preis.
Es böhmermannt gerade gewaltig. Seit der ZDF-Nischenkomiker in seiner Sendung den türkischen Präsidenten kalkuliert und massiv beleidigt hat, wird man von dem Namen Jan Böhmermann von früh bis abends verfolgt. Böhmermann, in dem manche die Zukunft der Fernsehunterhaltung sehen, hatte so ziemlich alle ihm verfügbaren Zoten auf Recep Tayyip Erdogan gemünzt und das Ganze mit der Warnung versehen, dass man eine solche Schmähkritik keinesfalls äußern dürfe. Vorgelesen hat er sie natürlich trotzdem, dazu hatte er die Injuriensammlung schließlich aufgeschrieben, aus der der Begriff Ziegenficker nicht einmal besonders hervorsticht.
Nun wird eine große Debatte darüber geführt; die Feuilletons haben endlich wieder ein Thema, das sie seitenlang und blumig ausmalen können. Große Worte werden herumgereicht: Meinungsfreiheit. Kunstfreiheit. Satirefreiheit.
Das alles ist so langweilig, weil Böhmermanns Kalkül gar nicht durchsichtiger sein kann: Provokation um jeden Preis. Dafür hat ihm das ZDF in seinem Spartenkanal Neo eine Spielecke eingerichtet, und in diesem Bällebad tobt der Berufszyniker sich aus. Nicht wenige lieben und verehren ihn deshalb. In Sachen Erdogan ist Böhmermann auf einen Zug aufgesprungen, den das NDR-Satiremagazin Extra 3 mit einer wirklich guten Erdogan-Verhöhnung auf die Reise geschickt hatte. Der deutsche Botschafter in Ankara musste sich Belehrungen im türkischen Außenministerium anhören, die Bundesregierung versuchte sich rauszuhalten, um Erdogan nicht zu verärgern - das ist alles durchdiskutiert. Aber nicht für Böhmermann. Mit seinen Beleidigungsversen hat er eine gewaltige Werbemaschine angeworfen, die gewährleistet, dass nun selbst all jene seinen Namen kennen, die noch nie ZDFneo gesehen haben. Und nach Böhmermann springen auch andere noch schnell auf den Erdogan-Bashing-Express auf, weil es gerade billige Aufmerksamkeit bringt.
Das eigentlich Nervtötende ist, dass nun die Öffentlichkeit schlimmstenfalls wochenlang mit der Verteidigung eines Selbstdarstellers behelligt wird. Dass pubertäres Gemotze, wie es auf jedem Schulhof zu hören ist, zum Inbegriff von Freiheitsrechten hochgejubelt wird. Dabei gäbe es genügend lohnendere Anlässe für den berechtigten Reflex, sich gegen obrigkeitsstaatliche Bevormundung zur Wehr zu setzen.
Natürlich ist zu erwarten, dass sich die Bundesregierung den juristischen Zudringlichkeiten aus Ankara verweigert. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass man jeden Stuss super finden muss. Für die Freiheit der Meinung, der Presse, der Kunst zu streiten, dafür gibt es genügend weitaus lohnendere und vor allem berechtigtere Fälle. Satire bezieht ihre Kraft aus der Aufsässigkeit gegen die Mächtigen, aus dem Ungehorsam, der Frechheit. In einer Demokratie wie der deutschen ist es da schwierig; man kann fast alles sagen, man kann fast alles tun. Was anderswo den Kopf kosten könnte, verursacht hier kaum noch ein müdes Lächeln. Da muss schon mal der Ziegenficker ran.
Was hat uns Böhmermann nun eigentlich vor Augen geführt, wovon wir vorher nichts wussten? Worin besteht sein Beitrag zur Diskussion? Dass der lupenreine Erdogan ein skrupelloser, widerlicher Despot ist, der auf demokratische Prinzipien pfeift, wenn sie ihm auch nur im Geringsten lästig werden? Dass die Bundesregierung ihm gegenüber in der Menschenrechtsfrage unglaublich laviert, wenn nicht sogar kuscht, weil sie mit seiner Hilfe Flüchtlinge von Deutschland fernhalten will? Dass Satire weh tun muss? Das wusste man längst schon, auch ohne Böhmermanns Lehrstunde. Dies vielleicht aber noch nicht: Dass man sich nicht gleich künstlich aufregen soll, wenn jemand jemanden als Sodomisten bezeichnet. Denn es könnte ja - toll, toll - Kunst sein.
Ein Autor der »Süddeutschen Zeitung« will herausgefunden haben, was Böhmermann tatsächlich bezweckte - er habe nicht Erdogan kritisieren, nicht die Türken ärgern, nicht Grenzen der Satire ausreizen, sondern den deutschen Humorkonsens verletzen wollen. Ach ja - dass deutscher Humor oft grauenhaft ist, das wissen wir erst dank Böhmermann?
Satire, postulierte Kurt Tucholsky, dürfe alles - dieses Diktum wird jetzt wieder reichlich strapaziert. Aber längst nicht alles, worüber irgendeine Obrigkeit sich aufregt, ist Satire.
- Wolfgang Hübner -
Es böhmermannt gerade gewaltig. Seit der ZDF-Nischenkomiker in seiner Sendung den türkischen Präsidenten kalkuliert und massiv beleidigt hat, wird man von dem Namen Jan Böhmermann von früh bis abends verfolgt. Böhmermann, in dem manche die Zukunft der Fernsehunterhaltung sehen, hatte so ziemlich alle ihm verfügbaren Zoten auf Recep Tayyip Erdogan gemünzt und das Ganze mit der Warnung versehen, dass man eine solche Schmähkritik keinesfalls äußern dürfe. Vorgelesen hat er sie natürlich trotzdem, dazu hatte er die Injuriensammlung schließlich aufgeschrieben, aus der der Begriff Ziegenficker nicht einmal besonders hervorsticht.
Nun wird eine große Debatte darüber geführt; die Feuilletons haben endlich wieder ein Thema, das sie seitenlang und blumig ausmalen können. Große Worte werden herumgereicht: Meinungsfreiheit. Kunstfreiheit. Satirefreiheit.
Das alles ist so langweilig, weil Böhmermanns Kalkül gar nicht durchsichtiger sein kann: Provokation um jeden Preis. Dafür hat ihm das ZDF in seinem Spartenkanal Neo eine Spielecke eingerichtet, und in diesem Bällebad tobt der Berufszyniker sich aus. Nicht wenige lieben und verehren ihn deshalb. In Sachen Erdogan ist Böhmermann auf einen Zug aufgesprungen, den das NDR-Satiremagazin Extra 3 mit einer wirklich guten Erdogan-Verhöhnung auf die Reise geschickt hatte. Der deutsche Botschafter in Ankara musste sich Belehrungen im türkischen Außenministerium anhören, die Bundesregierung versuchte sich rauszuhalten, um Erdogan nicht zu verärgern - das ist alles durchdiskutiert. Aber nicht für Böhmermann. Mit seinen Beleidigungsversen hat er eine gewaltige Werbemaschine angeworfen, die gewährleistet, dass nun selbst all jene seinen Namen kennen, die noch nie ZDFneo gesehen haben. Und nach Böhmermann springen auch andere noch schnell auf den Erdogan-Bashing-Express auf, weil es gerade billige Aufmerksamkeit bringt.
Das eigentlich Nervtötende ist, dass nun die Öffentlichkeit schlimmstenfalls wochenlang mit der Verteidigung eines Selbstdarstellers behelligt wird. Dass pubertäres Gemotze, wie es auf jedem Schulhof zu hören ist, zum Inbegriff von Freiheitsrechten hochgejubelt wird. Dabei gäbe es genügend lohnendere Anlässe für den berechtigten Reflex, sich gegen obrigkeitsstaatliche Bevormundung zur Wehr zu setzen.
Natürlich ist zu erwarten, dass sich die Bundesregierung den juristischen Zudringlichkeiten aus Ankara verweigert. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass man jeden Stuss super finden muss. Für die Freiheit der Meinung, der Presse, der Kunst zu streiten, dafür gibt es genügend weitaus lohnendere und vor allem berechtigtere Fälle. Satire bezieht ihre Kraft aus der Aufsässigkeit gegen die Mächtigen, aus dem Ungehorsam, der Frechheit. In einer Demokratie wie der deutschen ist es da schwierig; man kann fast alles sagen, man kann fast alles tun. Was anderswo den Kopf kosten könnte, verursacht hier kaum noch ein müdes Lächeln. Da muss schon mal der Ziegenficker ran.
Was hat uns Böhmermann nun eigentlich vor Augen geführt, wovon wir vorher nichts wussten? Worin besteht sein Beitrag zur Diskussion? Dass der lupenreine Erdogan ein skrupelloser, widerlicher Despot ist, der auf demokratische Prinzipien pfeift, wenn sie ihm auch nur im Geringsten lästig werden? Dass die Bundesregierung ihm gegenüber in der Menschenrechtsfrage unglaublich laviert, wenn nicht sogar kuscht, weil sie mit seiner Hilfe Flüchtlinge von Deutschland fernhalten will? Dass Satire weh tun muss? Das wusste man längst schon, auch ohne Böhmermanns Lehrstunde. Dies vielleicht aber noch nicht: Dass man sich nicht gleich künstlich aufregen soll, wenn jemand jemanden als Sodomisten bezeichnet. Denn es könnte ja - toll, toll - Kunst sein.
Ein Autor der »Süddeutschen Zeitung« will herausgefunden haben, was Böhmermann tatsächlich bezweckte - er habe nicht Erdogan kritisieren, nicht die Türken ärgern, nicht Grenzen der Satire ausreizen, sondern den deutschen Humorkonsens verletzen wollen. Ach ja - dass deutscher Humor oft grauenhaft ist, das wissen wir erst dank Böhmermann?
Satire, postulierte Kurt Tucholsky, dürfe alles - dieses Diktum wird jetzt wieder reichlich strapaziert. Aber längst nicht alles, worüber irgendeine Obrigkeit sich aufregt, ist Satire.
- Wolfgang Hübner -
Montag, 11. April 2016
Samstag, 9. April 2016
Donnerstag, 7. April 2016
Anonymous
Unfassbar: Obama ließ 50 Tonnen Munition für Dschihadisten abwerfen, damit diese den Kampf gegen Russland und die syrische Armee fortsetzen konnten! US-Regierungsvertreter haben inzwischen bestätigt, dass die Regierung Obama aus der Luft 112 Paletten Munition für die Kämpfer des Islamischen Staates in Syrien abgeworfen hat. Der amerikanische Fernsehsender CNN berichtet[1] dazu: »Militärtransporter vom Typ Boeing C-17 Globemaster III warfen begleitet von Kampfflugzeugen über der Provinz Hasakah im Norden Syriens Paletten mit Munition für leichte Waffen und andere kleinere Rüstungsgüter wie Handgranaten für eine Koalition aus von den USA auf ihre Zuverlässigkeit hin überprüften Rebellengruppen ab, die als die ›Syrisch-arabische Koalition‹ bekannt sind.« Diese Syrisch-arabische Koalition setzt sich aus den Gruppen Dschaisch al-Thuwar[2] (»Revolutionäre Armee«), Burkan al-Furat[3] (»Vulkan des Euphrats«), Kämpfer von Stamm al-Schammar (al-Sanadid), Al-Dschasira-Brigaden sowie anderen Gruppen zusammen, die angeblich mit der Freien Syrischen Armee (FSA) verbunden sind. Im Juli hatte Dschaisch al-Thuwar dementiert[4], sie unterhalte Verbindungen zu Dschamal Maaruf, dem Kommandeur der Syrischen Revolutionären Front (SRF, Dschabhat Thowar Suriya) und Anführer der Syrischen Märtyrer-Brigaden (Schuhada Suriya), die beide der FSA angeschlossen sind. Maaruf[5] erklärte im vergangenen Jahr gegenüber der britischen Tageszeitung The Independent, der Kampf gegen al-Qaida sei »nicht unser Problem«, und räumte darüber hinaus ein, die Söldner, deren Anführer er mit Unterstützung der USA, Saudi-Arabiens und Katars sei, hätten auch gemeinsame Operationen mit einem weiteren Al-Qaida-Ableger in Syrien, der Al-Nusra-Front (Dschabhat an-Nusra)[6] durchgeführt. Weiter sagte er, er sehe kein Problem darin, der Al-Nusra-Front Waffen zu überlassen. »Wenn die Leute, die uns unterstützen [USA, Saudi-Arabien, Katar], uns sagen, wir sollten Waffen an eine andere Gruppe liefern, tun wir das«, meinte er nur. Burkan al-Eufrat ist eine eher nachgeordnete Gruppe, die mit den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (Yekîneyên Parastina Gel, YPG) verbündet ist. Die Al-Schammar-Kämpfer stehen ebenfalls den Kurden nahe. Hinreichende Beweise für eine Zusammenarbeit zwischen der FSA und IS sowie Al-Nusra Im September 2014 räumte Bassel Idriss[7], der frühere Stabschef des Obersten Militärrates der Freien Syrischen Armee (FSA) die Zusammenarbeit zwischen der FSA und dem Islamischen Staat, der sich damals noch »ISIS« nannte, sowie der Al-Nusra-Front ein: »›Wir arbeiten mit dem Islamischen Staat und der Al-Nusra-Front bei den Angriffen auf die Stellungen der syrischen Armee bei … Qalamun zusammen‹, erklärte Bassel Idris. ›Seien wir ehrlich: Die Al-Nusra-Front ist die stärkste Macht hier in Qalamun, und wir als FSA würden mit ihr bei jeder Mission zusammenarbeiten, die sie beginnt, solange dies unsere Werte nicht verletzt.‹« Im Juli 2014 berichtete die amerikanische Tageszeitung Stars and Stripes, die etwa 1000 Mann starke Dawud-Brigade, die zuvor an der Seite der FSA gegen Assad gekämpft hatte, sei vollständig zum IS übergelaufen[8]. Im gleichen Monat boten weitere Fraktionen innerhalb der FSA[9] – darunter Ahl al-Athar und Ibin al-Qa’im – dem Islamischen Staat ihre Dienste an. Angehörige des Islamischen Staates[10] behaupteten, sie arbeiteten mit der FSA zusammen und kauften Waffen, die von den USA geliefert worden seien: »›Wir kaufen Waffen von der FSA, wir haben schon 200 Flugabwehrraketen und russische Konkurs[11]-Panzerabwehrraketen gekauft‹, sagte Abu Atheer gegenüber Al Dschasira. ›Wir unterhalten gute Beziehungen zu unseren Brüdern in der FSA. Für uns sind diejenigen die Ungläubigen, die mit dem Westen zusammenarbeiten, um gegen den Islam zu kämpfen.‹« Bereits Ende 2013 hatte ein führendes Mitglied des Obersten Militärrates der FSA erklärt, er habe sich ISIS angeschlossen[12]. »Die Freie Syrische Armee und der Syrische Nationalrat, die vielgepriesenen Bollwerke der gemäßigten Opposition, existieren nur in den Hotellobbys und im Kopf westlicher Diplomaten«, schrieb Ben Reynolds[13]. Anfang Oktober dieses Jahres erklärte Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, im russischen Fernsehsender Rossija 1: »Ich glaube, niemand hat bisher erklären können, was die gemäßigte Opposition eigentlich ist, und Putin hat ein deutliches Interesse an dieser Frage gezeigt und gefragt, wie sich denn die gemäßigte Opposition von der nicht gemäßigten Opposition unterscheide.« Im Oktober 2014 gab der amerikanische Vizepräsident Joe Biden[14] einen Teil der Wahrheit im Zusammenhang mit den so genannten gemäßigten Kämpfern in Syrien preis, als er erklärte, die amerikanischen »Verbündeten in der Region« seien »unser größtes Problem in Syrien«: »Was haben sie gemacht? Sie waren so entschlossen, Assad zu stürzen und eigentlich einen Stellvertreterkrieg zwischen Sunniten und Schiiten vom Zaun zu brechen, dass sie was getan haben? Sie haben Hunderte Millionen Dollar und viele Tonnen an Waffen an jeden geliefert, der gegen Assad kämpfen würde – ausgenommen [waren] die Leute, die beliefert werden sollten, und die zu al-Nusra und al-Qaida und den extremistischen Teilen der Dschihadisten gehörten, die aus anderen Regionen der Welt kamen.« Bidens Äußerung wurde im Westen als eine weitere seiner berüchtigten Entgleisungen heruntergespielt. Querverweise: [1] U.S. delivers 50 tons of ammunition to Syria rebel groups http://edition.cnn.com/2015/10/12/politics/syria-rebe.. [2] Wikipedia: The Revolutionary Army (Syrian rebel group) https://en.wikipedia.org/wiki/The_Revolutionary_Army_.. [3] Wikipedia: Burkān al-Furāt https://de.wikipedia.org/wiki/Burkān_al-Furāt [4] Twitter @archicivilians https://twitter.com/archicivilians/status/61630398365.. [5] Vom Westen unterstützter syrischer Rebellenführer Dschamal Maaruf gibt zu, an der Seite al-Qaidas zu kämpfen http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie.. [6] Wikipedia: Al-Nusra-Front https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Nusra-Front [7] Syrian Rrebel Commander: Yes were still collaborating with ISIS and Al Qaeda http://www.infowars.com/syrian-rebel-commander-yes-we.. [8] Obama plans to fight ISIS by arming ISIS http://www.infowars.com/obama-plans-to-fight-isis-by-.. [9] Free Syrian Army factions join ISIS terror group http://www.breitbart.com/national-security/2014/07/08.. [10] Meeting al-Qaeda in Syria http://blogs.aljazeera.com/blog/middle-east/meeting-a.. [11] Wikipedia: AT-5 Spandrel https://de.wikipedia.org/wiki/AT-5_Spandrel [12] Leading Syrian rebels defect, dealing blow to fight against al-Qaeda http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/.. [13] There are No Moderate Syrian Rebels http://www.counterpunch.org/2014/10/03/there-are-no-m.. [14] Joe Biden apologised over IS remarks, but was he right? http://www.bbc.com/news/world-us-canada-29528482 Gefällt mir164 |
Mittwoch, 6. April 2016
Dienstag, 5. April 2016
Montag, 4. April 2016
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